Ratenkredite von Verbrauchern mehr genutzt als Dispokredite

11.10.2012 – Um private Konsumausgaben zu bezahlen, nutzt mehr als jeder dritte Verbraucherhaushalt Finanzierungen unterschiedlicher Art. Dabei spielen Ratenkredite mit einem Anteil von 29 Prozent die wichtigste Rolle. Dispositionskredite werden nur von rund 16 Prozent der Verbraucher genutzt. Dies ergibt eine Studie der GfK Finanzmarktforschung, die der Bankenfachverband seit vier Jahren regelmäßig beauftragt. Im Jahr 2008 lag die Nutzung von Ratenkrediten noch bei 25 Prozent, während 19 Prozent der Verbraucher ihre Konsumanschaffungen per Dispokredit bezahlten.

„Der Kauf per Ratenkredit gewinnt im Konsumverhalten der Verbraucher weiter an Bedeutung“, sagt Peter Wacket, Geschäftsführer des Bankenfachverbandes und führt dies auf die günstigeren Zinskonditionen, aber auch auf die zunehmenden Finanzierungsmöglichkeiten am Point of Sale zurück: „Viele Verbraucher erwarten heute vom Händler das Angebot, die Ware auch per Kredit bezahlen zu können.“ Der Studie zufolge hätten 53 Prozent der Verbraucher ohne die Möglichkeit zur Finanzierung nichts gekauft. In der Regel erfolgen die Warenfinanzierungen in Form eines Ratenkredits.

Weitere Finanzierungsformen spielen in der Konsumfinanzierung nur eine untergeordnete Rolle wie Leasingverträge für Autos (drei Prozent) und Rahmenkredite (neun Prozent), zum Beispiel auf Kredit- oder Kundenkarten. Seit 2010 hat insbesondere die Nutzung von Rahmenkrediten zugenommen, und zwar um rund vier Prozentpunkte. Dabei erhält der Verbraucher einen Kreditrahmen, über den er frei verfügen kann. Die Rückzahlung erfolgt üblicherweise als prozentualer Anteil der in Anspruch genommenen Kreditsumme.

Insgesamt ist die Zahl der Verbraucher, die regelmäßig Finanzierungen nutzen, in den vergangenen vier Jahren relativ konstant geblieben. Dabei erreicht die aktuelle Quote von rund 39 Prozent nach einem leichten Rückgang annähernd wieder das Niveau von 2008 (knapp 40 Prozent).

Quelle: Bankenfachverband
Autor(en): Bankmagazin
Bild: Michael Staudinger / pixelio.de

Am Arbeitsplatz werden private Geräte eingesetzt

09.10.2012 – Die Nutzung von privaten Geräten wie Smartphones und Tablet-Computern am Arbeitsplatz liegt im Trend. 43 Prozent der ITK-Unternehmen erlauben ihren Mitarbeitern, eigene Geräte mit dem Firmennetzwerk zu verbinden. Das Verfahren nennt man Neudeutsch „Bring your own Device“, kurz: BYOD.

Fast zwei Drittel (60 Prozent) von ihnen haben dafür spezielle Regeln aufgestellt. Dies geht aus einer aktuellen Branchenbefragung des Hightech-Verbands BITKOM hervor. Von den Unternehmen, die BYOD zulassen, erhoffen sich 81 Prozent eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit. Knapp drei Viertel (74 Prozent) erwarten Effizienzsteigerungen, weil die Mitarbeiter mit ihren Geräten vertraut sind. Rund 40 Prozent wollen so als moderner Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. „Mit der Nutzung privater Endgeräte am Arbeitsplatz sollten sich Arbeitgeber aktiv auseinandersetzen“, sagt Herbert Merz vom BITKOM-Präsidium. „Vor allem jüngere Arbeitnehmer erwarten immer häufiger, ihre eigenen Smartphones und Tablet-Computer auch im Job einsetzen zu können.“

Jedes zweite befragte Unternehmen (53 Prozent) lehnt private Endgeräte am Arbeitsplatz jedoch ab. Zu den häufigsten Gründen gehört der erhöhte Wartungs- und Sicherheitsaufwand. Viele Unternehmen befürchten Sicherheitsprobleme, wenn viele verschiedene Geräte mit unterschiedlicher Software eingesetzt werden. „Bevor Unternehmen ihren Mitarbeitern die Nutzung privater Geräte am Arbeitsplatz erlauben, sollten sie klare Regeln aufstellen – insbesondere zur Datensicherung und dem Verhalten bei Verlust des Geräts“, rät Merz. Mit einem sogenannten Mobile Device Management (MDM) können Unternehmen zentral die Mobilgeräte verwalten. Somit kann der Administrationsaufwand deutlich verringert werden, indem etwa Sicherheits-Updates zentral verteilt und Backups angelegt werden.

Quelle: BITKOM

Autor(en): Bankfachklasse
Bild: Daniel Kattnig / pixelio.de

Jedes zweite Beratungsprotokoll weist Fehler auf

04.10.2012 – Jedes zweite Beratungsprotokoll bei deutschen Banken, Sparkassen und Volksbanken weist Fehler auf und muss manuell nachbearbeitet werden. Der Grund: Viele Institute betrachten die Dokumente eher als lästige Pflicht denn willkommene Kür.

Die Protokolle werden häufig nicht mithilfe integrierter IT-Systeme erstellt und sind vom eigentlichen Beratungsprozess abgekoppelt. Dieses isolierte Vorgehen kostet Zeit und begünstigt Fehler. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Marktbeobachtung von NIELSEN+PARTNER.

„Viele Banken versuchen, die regulatorischen Anforderungen mit möglichst wenig Aufwand zu erfüllen“, sagt Gerd Klaasen, Geschäftsführer von NIELSEN+PARTNER. Oft werden die für das Beratungsprotokoll notwendigen Daten auf Papier oder beschreibbaren PDF-Dokumenten erhoben. „Dieses Vorgehen ist aber nur auf den ersten Blick der einfachste Weg“, warnt Klaasen. Denn die anschließende Übertragung der Daten in die IT-Systeme nimmt nicht nur wertvolle Arbeitszeit der Berater in Anspruch, die gewinnbringend in den Vertrieb investiert werden könnte, sondern ist auch eine der häufigsten Fehlerquellen und bringt erhebliche Probleme mit der BaFin mit sich.

Vertriebspotenziale bleiben ungenutzt

Noch gravierender wirkt sich nach Ansicht des N+P-Experten ein weiterer Nachteil der fehlenden Integration in die IT-Landschaft der Institute aus. „Die Informationen aus den Beratungsgesprächen – verknüpft mit Informationen zu späteren Anlageentscheidungen – liefern wichtige Erkenntnisse über Präferenzen und Anlageverhaltensmuster der Kunden. Statt diese Informationen systematisch auszuwerten und für den Vertrieb sowie das Controlling zu nutzen, werden die Daten jedoch zu oft in isolierten IT-Systemen der Banken abgelegt. Damit steht das darin enthaltende Wissen über den Kunden für die Beratung nicht zur Verfügung.“

Klaasen empfiehlt daher einen IT-gestützten, standardisierten Prozess zur Erhebung aller notwendigen Daten: „Dabei können die Antworten zu allen Fragen – sowohl denen aus dem WpHG-Bogen, als auch zur aktuellen Lebenssituation und zur Risikobereitschaft – erfasst werden. So lassen sich automatisch standardisierte Anlagevorschläge erstellen, die im Gespräch mit dem Kunden direkt abgestimmt und im Rahmen des individuellen Risikoprofils angepasst werden.“

Auch Anlagegrenzverletzungen durch sich ständig ändernde Kurse können durch ein gutes Alerting ständig festgestellt und zur Absicherung des Kunden und zu Vertriebszwecken genutzt werden. „Perspektivisch können die IT-Systeme, in denen Informationen aus den Beratungsgesprächen erfasst und ausgewertet werden, sogar in das Online-Banking integriert werden und somit einen zusätzlichen Vertriebskanal für das Anlagegeschäft öffnen“, prognostiziert Klaasen.

Experte zieht ernüchternde Bilanz

Trotz dieser großen Vorteile nutzen nur wenige Institute einen standardisierten, IT-gestützten Prozess zur Erstellung der Beratungsprotokolle in der Praxis. Für Gerd Klaasen fällt das Urteil nach 1.000 Tagen deshalb ernüchternd aus: „Die Institute haben ihre Pflicht erfüllt, die sich bietenden Potenziale für die Kunden und für sich selbst aber nicht erkannt. Es ist daher höchste Zeit, dass die Banken den Anlegerschutz nicht nur als lästige Pflicht verstehen, sondern als Chance für sich und die Kunden. Ein voll integrierter Beratungsprozess ist der einzig mögliche Weg“, so der Experte.

Hintergrund

Erhöhter Schutz der Anleger und Verbesserung der Beratungsleistung – mit diesen Zielen wurde am 1. Januar 2010 das Beratungsprotokoll für die Wertpapierberatung deutscher Kreditinstitute eingeführt.

Autor(en): Bankmagazin
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Wechsel an der Spitze des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbands

02.10.2012 – Ralf Wilhelm Barkey (51) bisher Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Aachen, hat am 1. Oktober 2012 den Vorstandsvorsitz des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbands e. V. (RWGV) übernommen. Der Volljurist folgt Hans Pfeifer, der zum 30. September 2012 in den Ruhestand getreten ist. Ralf Wilhelm Barkey leitet den Verband gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Siegfried Mehring.

Für den neuen Vorstandsvorsitzenden des RWGV ist die Genossenschaftsidee moderner denn je. „Es ist kein Zufall, dass Genossenschaften zurzeit boomen. Viele engagierte Bürger wollen Einfluss auf die Umgebung ausüben, in der sie leben und die sie mit anderen teilen. Durch die Verbindung von Eigeninitiative, freiem Unternehmertum, lokaler Verantwortung und den Vorteilen eines engen Verbundes haben die Mitgliedsunternehmen des RWGV gute Voraussetzungen, um sich auch in Zukunft als starke Wettbewerber am Markt behaupten zu können. Genossenschaften sind eine zukunftsfähige Alternative zu allein am Gewinn orientierten Unternehmen.“

Barkey kündigte an, der RWGV werde sein Profil als spezialisierter Dienstleister und vor allem Interessenvertreter seiner Mitglieder weiter schärfen. „Indem wir uns am Bedarf unserer Mitglieder ausrichten, tragen wir automatisch zur Förderung des Mittelstands bei. Wir wollen den kreditwirtschaftlichen, landwirtschaftlichen und gewerblichen Mitgliedsunternehmen schnell und unbürokratisch konkreten Nutzen bringen.“

Quelle: Rheinisch-Westfälischer Genossenschaftsverband e. V., Bankmagazin
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Raiffeisenbank Ehingen-Hochsträß eG ist jetzt im social Media aktiv

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Videobeitrag: Die Vermögensberatung der Raiffeisenbank München Süd

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175 Jahre Kreissparkasse Melle

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Sachwerte liegen im Trend

25.09.2012 – Privatinvestoren suchen in der aktuellen Krise reale Werte, um ihr Vermögen zu bewahren. Dabei genießen Sachwerte auch jenseits von Immobilien einen hohen Stellenwert. Bei konkreten Investitionen sind jedoch die jeweiligen Besonderheiten zu beachten.

Die aktuelle Studie „Strategie 2030 – Sachwerte“ von der Berenberg Bank und dem Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) untersucht Investments wie Rohstoffe, Infrastruktur, Immobilien, Ackerland und Forstwirtschaft, Diamanten, Kunst und Luxusgüter hinsichtlich ihrer Potenziale und Risiken. Mitautor Jürgen Raeke, Geschäftsführer der Berenberg Private Capital GmbH, kommt zu dem Schluss: „Ein spürbarer Sachwertanteil gehört im aktuellen Marktumfeld in jedes gut gemischte Vermögensportfolio. Da Investitionen in Sachwerte neben Chancen aber auch Risiken in sich bergen, ist eine sorgfältige Auswahl des Investments unerlässlich.“

Mit Ausbruch der globalen Finanzkrise vor vier Jahren ist es an vielen Vermögensmärkten zu erheblichen Verwerfungen gekommen. Zugleich hat sich im Zuge der europäischen Staatsschuldenkrise gezeigt, dass auch die bislang als sicher geltenden Staatsanleihen einem substanziellen Ausfallrisiko ausgesetzt sind. Eine unkonventionelle Geldpolitik in den USA und im Euroraum hat zudem Befürchtungen über künftig steigende Inflationsraten ausgelöst. Angesichts dieser Entwicklungen stellen sich viele Anleger die Frage, wie das eigene Vermögen vor den gestiegenen Risiken geschützt werden kann. „Die Furcht vor Inflation fördert das Interesse an Sachwerten, denen eine Schutzfunktion vor Anstiegen des allgemeinen Preisniveaus zugeschrieben wird“, so Dr. Jörn Quitzau, Volkswirt bei der Berenberg Bank.

In der strategischen Asset Allocation sollte das Gesamtvermögen eines Anlegers durch eine möglichst breite Streuung der Anlagen in der Substanz geschützt werden. „Sachwerte bieten hier eine interessante Ergänzung zur Diversifizierung des Gesamtvermögens“, erläutert Jürgen Raeke. Allerdings weist jedes Sachwertsegment spezifische Besonderheiten auf, über die Investoren informiert sein müssen. Andernfalls könnten die mit Sachwertinvestments verbundenen hohen Erwartungen enttäuscht werden.

Prof. Dr. Thomas Straubhaar, Direktor des HWWI, weist neben den Chancen auch auf Risiken hin: „Langfristig werden Vermögenspreise durch positiv wirkende fundamentale Faktoren bestimmt. So reflektieren etwa die Immobilienpreise den demografischen Wandel und die allgemeine Einkommensentwicklung. Beide zeigen neue Potenziale auf. Kurzfristig jedoch können Märkte durch Herdenverhalten und durch sich selbst erfüllende Prophezeiungen übertreiben, es können also Preisblasen entstehen.“

Quelle: Berenberg Bank/Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut (HWWI)

Autor(en): Finanzbusiness
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Retail Banking IT Wincor World 2012

findet statt am 16. und 18. Oktober 2012 in Rheda-Wiedenbrück. Hauptthema in diesem Jahr ist der Bereich Retail Banking und Handel.

Die Teilnahme ist für alle Banker kostenfrei. Reservierungen können Sie unter info.wincor-world@wincor-nixdorf.com vornehmen bzw. telefonisch unter der Rufnummer 05251/6935-209.

Ist eine neue Kreditklemme zu erwarten?

17.09.2012 – Mittelständische Unternehmen betrachten es zunehmend als schwierig, von ihren Hausbanken Kredite für anstehende Investitionen zu erhalten. Das bestätigt das GE Capital Insight Barometer. Dabei gaben knapp 94 Prozent der befragten Finanzexperten und Makler an, dass im Tagesgeschäft immer mehr Unternehmen über erschwerte Bedingungen bei der Kreditaufnahme oder Verlängerung klagen.

GE Capital in Deutschland bietet Finanzierungslösungen für mittelständische Unternehmen in den Bereichen Factoring, Leasing, Mietkauf, Investitionskredite, Kfz-Leasing und Fuhrparkmanagement sowie Einkaufs- und Lagerfinanzierung an.

Gewinner dieser Entwicklung sind Anbieter von alternativen Finanzierungslösungen. So stellten die Befragten fest, dass Unternehmen verstärkt Factoring (63 Prozent), Leasing (50 Prozent) und Einkaufsfinanzierung (50 Prozent) nachfragen. „Ein Trend, den wir schon länger beobachten, bestätigt sich auch im Geschäftsalltag der Makler“, analysiert Joachim Secker, CEO von GE Capital in Deutschland. Vor allem Factoring und Leasing profitieren von den durch Basel III sich erschwerenden Kreditbedingungen für kleine und mittelständische Betriebe.

Klare Anforderungen an die Dienstleister

Dennoch ist das Geschäft für Finanzanbieter kein Selbstläufer. Verantwortliche auf Unternehmensseite haben klare Vorstellungen davon, was die Dienstleister bieten müssen. Bei den Ansprüchen an die Finanzierer stehen von Seiten der Unternehmer Kontinuität und Verlässlichkeit an oberster Stelle. 87,5 Prozent der Befragten geben dies als wichtigstes Kriterium an.

Quelle: GE Capital
Autor(en): Bankmagazin
Bild: Petra Bork / pixelio.de