13.08.2012 – Jeder sechste Euro wird von Unternehmen mittlerweile im Internet umgesetzt. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Basis von Eurostat-Daten. Danach erzielten deutsche Unternehmen im vergangenen Jahr im Schnitt 17 Prozent ihres gesamten Umsatzes über das Internet.

Zum Vergleich: Im Jahr 2007 waren es erst elf Prozent. Im Ranking der EU-Länder liegt Deutschland damit auf dem sechsten Platz. Spitzenreiter ist Tschechien mit einem Anteil von 25 Prozent vor Finnland mit 20 Prozent und Schweden mit 19 Prozent. Im Durchschnitt der EU erzielen die Unternehmen 14 Prozent ihres Umsatzes im elektronischen Geschäftsverkehr.

„Der E-Commerce hat sich als Absatzkanal fest etabliert“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Viele geschäftliche Transaktionen laufen heute ausschließlich online ab.“ Ein Fünftel aller Unternehmen in Deutschland nutzen das Internet für den Verkauf von Waren oder Dienstleistungen. Hier liegt Deutschland im EU-Vergleich auf Rang acht, aber deutlich über dem Durchschnitt der Europäischen Union von 13 Prozent.

Deutlich stärker als für den Verkauf wird das Internet für den Einkauf von Waren oder Dienstleistungen genutzt. So erledigen 54 Prozent aller deutschen Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern ihren Einkauf ganz oder teilweise online. Damit liegt Deutschland im Vergleich der EU-Länder auf dem vierten Platz hinter Dänemark mit 71 Prozent, Norwegen mit 61 Prozent und Österreich mit 59 Prozent.

Im Durchschnitt der EU setzen 35 Prozent der Unternehmen das Internet für die Beschaffung ein. Rohleder: „Eine elektronische Beschaffung beschleunigt die Prozesse enorm. Davon profitieren die Unternehmen über sinkende Kosten.“

Autor(en): Bankmagazin

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