Zehn Jahre Euro – das Jubiläum des Euro als Zahlungsmittel zum Jahreswechsel 2011/12 ist nahezu untergegangen. Für eine Jubelstory sind die Zeiten aber auch zu schwierig, daher überwogen die kritischen Berichte über die europäische Währungsunion und der bange Ausblick, was im neuen Jahr in der Schuldenkrise an weiteren negativen Überraschungen kommen mag.

Der Euro selbst hatte sich dagegen in den vergangenen Monaten trotz der vielen Hiobsbotschaften aus Griechenland, Italien und anderen finanziell angeschlagenen Ländern gut behauptet, zumindest in seiner Bewertung gegenüber dem amerikanischen Dollar. Doch ausgerechnet in der ersten Woche des Jahres rutschte der Euro deutlich ab – unter die Marke von 1,27 Dollar.

Dabei waren es in Sachen Euro-Krise ungewohnt ruhige Tage. Es gab diesbezüglich keine nennenswerten Neuigkeiten. Feiertage und Ferien sorgten zunächst für Entspannung. Doch die damit verbundenen dünnen Handelsumsätze haben dazu geführt, dass der Euro zu Jahresbeginn rasch auf den tiefsten Stand seit dem September 2010 fallen konnte.

Ob es mit der Währung nun weiter bergab geht, werden die nächsten Wochen zeigen: Kehrt das Vertrauen in die Politik und damit auch in den Euro dauerhaft zurück? Oder brechen am Ende alle Dämme? Vor allem der Druck auf Griechenland wächst weiter an – ein möglicher Staatsbankrott wird dadurch immer wahrscheinlicher.

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